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Ausflugsideen in Brandenburg

Posted by on 24. Mai 2012

Hallo Libertatis & Freunde, ich war letzte Woche mit dem Roderich von Skogenvakt auf einem sehr spannenen Vortrag über die slawische Besiedlung Brandenburgs und habe ein paar Ausflugsziele für uns aufgetan.

Germanendorf Klein Köris

20 Jahre Rettungsgrabung ergaben sehr gut erhaltene Bauspuren und bedeutende Befunde auf einer germanischen Siedlungsfläche bei Klein Köris. Damit ist dieser Fundplatz eine der bedeutendsten und bestdokumentierten Grabungen zur frühgeschichtlichen Besiedelung östlich der Elbe in Deutschland.

Während der Grabung zeigten Besucher großes Interesse am Leben in germanischer Zeit. Ehemalige Grabungsteilnehmer und Ortsansässige nahmen diesen Wunsch nach anschaulicher Darstellung des Lebens in germanischer Zeit für die Öffentlichkeit auf und gründeten 1995 den Verein „Freilichtmuseum Germanische Siedlung Klein Köris e.V.“

Slawendorf Brandenburg

Wer tief in das Leben der im Havelland siedelnden Slawen eintauchen will, der sollte das Slawendorf Brandenburg an der Havel besuchen. Das nach Ausgrabungsergebnissen nachgestaltete Schaudorf zeigt Ausschnitte aus dem Leben im Havelland vor 1000 Jahren. Die Häuser entsprechen den nachweisbaren Flechtwerk-, Spaltbohlen- und Blockhäusern sowie eingetieften Grubenhäusern und sind so gestaltet, wie sie einst bewohnt gewesen sein könnten. Ergänzt wird das Dorf durch Backöfen, Handwerkerstände, Brunnen, Bohlenweg, Tiergehege, Wagen, Schlitten, Einbäume und Flöße sowie die Repliken zweier Slawenschiffe.

Slawenburg Raddusch

Die Slawenburg Raddusch liegt in der Niederlausitz, dem ehemaligen Siedlungsgebiet des slawischen Stammes der Lusizi, in unmittelbarer Nähe zum Ort Raddusch (Spreewald). Diesen Siedlern verdankt die Lausitz ihren Namen. Die hier heute noch als ethnische Minderheit lebenden Sorben/Wenden sind Nachfahren der Lusizi.
In Anlehnung an das Aussehen der slawischen Burganlage, die vor mehr als 1000 Jahren an diesem Ort stand, ist die heutige SLAWENBURG RADDUSCH ein modern gestalteter Funktionsbau mit Ausstellungsbereich, Veranstaltungsräumen, Gastronomie und Burgladen. Im Rahmen einer Museumspädagogik werden besonders die Kinder an geschichtlich-archäologische Themen herangeführt. Um die Burg herum führt ein Zeitsteg die Besucher an die zeitlichen Dimensionen der Menschheitsgeschichte heran.

Archäologoisches Landesmuseum Brandenburg

Blick zurück soweit es geht

Brandenburg hat nun wieder ein Archäologisches Landesmuseum!

Wissensschätze und Kostbarkeiten vergangener Zeiten und Kulturen aus dem Boden unter unseren Füßen: Über 5 Millionen Objekte stammen aus archäologischen Ausgrabungen Brandenburgs. Nun präsentiert die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums mit etwa 10 000 ausgewählten Exponaten einen faszinierenden Überblick der rund 50 000 Jahre andauernden Kulturgeschichte Brandenburgs.

Von den frühesten Spuren des Menschen in Brandenburg aus der Altsteinzeit führt Sie die Zeitreise über das älteste Tragenetz der Welt, chirurgische Operationen in der Jungsteinzeit und Opfern aus der Bronzezeit, über die Germanen und Slawen zu den ersten Städten der Mark und endet mit besonderen Funden des 20. Jahrhunderts. Nicht nur Waffen und Metallfunde zeigen Facetten des Lebens der Vergangenheit. Oft sind es Alltagsgegenstände, die einen unmittelbaren, manchmal intimen Einblick gewähren.

Von Umweltzerstörungen bis zur Gesichtsrekonstruktion: Multimediale Präsentationen, kunstvolle Lebensbilder, anschauliche Modelle und Computer-Stationen machen Lust, die Geschichte(n) der Menschen und ihre Wechselwirkungen mit der Umwelt auch eigenständig zu erforschen.

2008 öffnete das Archäologische Landesmuseum im neu restaurierten mittelalterlichen Paulikloster in Brandenburg an der Havel auf rund 2000 m2 seine Pforten. Der zwischen 1286 und 1497 von Dominikanermönchen erbaute Komplex ist eine der besterhaltenen Klosteranlagen der Backsteingotik Nordostdeutschlands. Die dreischiffige Hallenkirche St. Pauli beherbergt farbige Chorfenster von 1330/1340. Auch der Bau selbst wird mit einem Rundgang zur Klostergeschichte zum Ausstellungsgegenstand.

Weitere Informationen zum Klostergebäude und dem Archäologischen Landesmuseum finden Sie auch in den beiden Filmreportagen, die Sie kostenlos nutzen können.


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