Buchrezension: Technik im Mittelalter und Früher Neuzeit

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Man soll sich nicht von den ersten Seiten ein Buch vermiesen lassen. So erging es mir zumindest mit „Technik in Mittelalter und Früher Neuzeit“.
Der erste Eindruck des Buches war sehr angenehm; Hardcover, angenehmes Papier und sympathischer Textsatz. Nur die ersten Seiten der Einleitung und des ersten Kapitels fand ich dann ein wenig anstrengend. Trotz angenehmen und verständlichen Schreibstil und wissenschaftliche Herangehensweise hatte ich das Gefühl das der Autor zu sehr zwischen der Moderne und dem Mittelalter vergleichen würde.
Mein Fazit nach dem halben Buch war dann endgültig: es wird verglichen, aber anders als erwartet. Das Buch geht alle Zweige der Industrie vom Frühmittelalter bis hin zur Industriellen Revolution durch und beschreibt die Innovationen die in den Epochen hervor getreten sind. Und das sehr gut, verständlich und kompetent.
Jedes Kapitel betrachtet die Veränderungen der Technologie die in Europa vor sich gegangen sind. Von einer Bestandsaufnahme der Situation im Frühmittelalter hin zu der Entwicklung in der Industriellen Revolution. Dabei geht der Autor sehr gründlich vor, mit vielen Beispielen und einem Blick auf die generelle Situation in Europa. In dem Buch werden die Entwicklungen und Innovationen in Transport, Stadtentwicklung, Landwirtschaft, Industrie und Kommunikation betrachtet.
Der Hauptteil des Buches ist in drei Bereiche gegliedert:
– Technik definiert Räume und Lebensverhältnisse
– Vom Handwerk zur Manufaktur – die lange Vorgeschichte der Industrialisierung
– Umbruchzeiten – der Beitrag von Mittelalter und Früher Neuzeit zur Industrialisierung.

Ich habe nach den erwähnten Anlaufschwierigkeiten das Buch verschlungen. 184 Seiten voller Hintergrundinformation zu dem was wir modernes Leben nennen und seiner Herkunft.
Wenig neues was ich als Reenactor umsetzen kann, dafür waren die Innovationen des Frühmittelalters mir schon zu geläufig. Aber über das Werden von Europa von Landwirtschaft und Handwerk hin zur Industie und Massenproduktion habe ich einiges gelernt.

Günter Bayerl
Technik im Mittelalter und Früher Neuzeit
Theiss Verlag 2013
ISBN: 978-3-8062-2634-8


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Mit dem Bus ins Ukranenland

Ja, es ist möglich. Zumindest unter der Woche.
Unter http://www.brainpools.com/vgu_fahrplan/linien_alle.php?lid=903&ri=2 gibt es den aktuellen Fahrplan.

Jatznick Bahnhof bis Torgelow Friedhof und dann durch den Wald…


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Du hast die Perlen schön! Aber wo überhaupt?

Damit beschäftigen sich die Abhandlungen  „Wie trägst DU denn deine Perlen? (Buch 2010) “ und „Wo komt denn DER mit seinen Perlen her (Buch 2012)“ von Torben Barthelmie.

Die Bücher beschäftigen sich mit der Herkunft und Tragweise von Glasperlen bei den Wikingern. Sehr lesenswert und archäologisch.

http://www.derglasperlenmacher.de/downloads/index.html


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Historische Holzbearbeitung

Nicht aus dem Mittelalter aber definitiv für Reenactor spannend. Eine Sammlung von Büchern über Holz und Holzbearbeitung und ein wenig Schmieden und Metallbearbeitung (ganz unten auf der Seite).
Mehrere hundert Bücher aus 200 Jahren. Teilweise als PDF, teilweise als HTML Datei aufgearbeitet.

http://www.evenfallstudios.com/woodworks_library/woodworks_library.html


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Libertatis im Arbeitseinsatz

Diese Jahr zu Pfingsten gab es für uns keinen Mittelaltermarkt, vielmehr waren wir im Ukranenland am Renovieren unserer Hütte.

Casa Libertatis verwandelte sich von einer vom Hochwasser geschädigten Abstellkammer in ein schon bald gemütliches Haus am Ende des Dorfes.

Nach einer gründlichen Entrümpelung haben wir den verfallenen Ofen samt Bodenplatte abgetragen und dann den gesamten Hüttenboden um 10cm nach unten verlegt um einen Dielenboden in dem Haus zu verlegen.
Die gefühlte Tonne (und realistische halbe Tonne) an Erde, Betonresten und Steinen haben wir zur Wallerweiterung und zum aufschütten unserer Veranda genutzt.
Leider hatte ich nur einen Tag Zeit zum mithelfen und musste am Sonntag schon wieder in Berlin arbeiten. Ich bin gespannt was Liesa, Wieland, Troll, Oli und Kati am Sonntag noch geschafft haben.

Auch der Hausgeist wurde generalüberholt, mit neuem Bart und Augenbrauen beschenkt und mit Bier und Pfeffi und Vodka getauft. Auch einen Namen hat er bekommen.
Lasse Reinströmen, ein guter Name für jemanden der über eine Tür wacht, wie wir festgestellt haben.

Lasse, vor und nach der Beautyfarm

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Ein paar Bilder der Hütte vor während und nach der Sanierung

Und noch ein paar Eindrücke aus dem Ukranenland zu Pfingsten

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Nacktes Mittelalter

Wir Marktbewohner und Darsteller wussten es schon immer, im Mittelalter waren sie alle nackt, die ganze Zeit über und verdammt gern. Oder doch nicht.

Die Publikation „Und sie erkannten, dass sie nackt waren.“ – Nacktheit im Mittelalter aus den tiefen der Uni Bamberg wird die Frage nach der freigelegten Haut bestimmt ein wenig beleuchten. Der Klappentext verspricht schon mal einige neue Erkenntnisse.

In Anlehnung an die berühmte Kontroverse zwischen Nobert Elias und Hans Peter Duerr um die Frage der Entstehung der Schamgrenzen im Verhältnis von Körper und Kultur wendet sich dieser Sammelband in inter- und transdisziplinärer Weise der ‚Nacktheit im Mittelalter‘ zu. In 18 Beiträgen aus der gesamten Bandbreite geisteswissenschaftlicher Disziplinen (Geschichte, Islamwissenschaften, Kunstgeschichte, Latinistik, Literaturwissenschaften, Theologie und Philosophie) werden verschiedenste Aspekte entblößter Körper behandelt und umfassend, teilweise mit reichem Bildmaterial dargestellt.

Hier findet sich das Werk, kostenlos zum lesen und speichern.

http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/144


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Eggersdorf 2013

Auf einem anderen Gelände als in den letzten Jahren präsentierte sich der beschauliche Markt des Bauernvolks zu Eggersdorf mit den albekannten und gern gesehen Protagonisten und Ständen. Außer dem Platz hatte sich nicht so viel geändert, die Stimmung war gut, das Freibierfass wie immer vorhanden und Libertatis zeigte sich von seiner besten Seite. Tags als wunderschönes Lager und sportlich auf dem Kampfplatz. Abends als munter feiernde Runde. Alles so wie jedes Jahr. Ich freue mich auf Eggersdorf 2014.
Euer Jorgen


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Archäologen-Fund in Windsor: Das Skelett mit der Goldkette

Britischen Archäologen ist ein beeindruckender Fund gelungen: In einem Steinbruch bei Windsor haben sie die 4500 Jahre alten Überreste einer Frau aus der Glockenbecherkultur entdeckt. Das erstaunlichste an dem Fund ist die Goldkette um ihren Hals.

Lest mehr auf Spiegel Online.


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Frühmittelalterliche Dorfstrukturen

Auf dem Blog Archaeologik finden sich spannende Berichte und Links zum Thema Dörfer und Bauernhäuser im Frühmittelalter. Wirklich spannend zum reinlesen.

http://archaeologik.blogspot.de/search/label/Dorfgenese


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Ostern im Ukranenland

Es war wundervoll, kalt und klar. Trotz der frostigen Temperaturen verirrten sich eine große Anzahl Freystätter, Libertaten, ein Skogenvakt und einige freie Mannen dieses Jahr wieder in das Ukranenland. Entgegen meinen Erwartungen verirrte sich auch Publikum trotz Schneeregen ins Dorf und so war das Fest wohl für alle ein Erfolg.

Besondere Beachtung soll der diesjährigen Kampfshow am Sonntag zu Teil werden. Jakob hat seine Position als Moderator trotz schlimmster Störngen aus dem Publikum gut gemeistert. Schneebälle sollten wirklich nicht auf Kämpfer fliegen. Das macht den Gambeson (auf Russisch: Wattejacke, laut Rabanus auf Polnisch: Watzkijaksky oder so) nass.


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